Gustav Mahler Liederabend

For „lied lab 2011: gustav mahler festival“ i visualized the song cycles „Kindertotenlieder“ (Songs on the Death of Children), „Rückert Lieder“ (Rückert Songs), „Frühe Lieder“ (Early songs), „Lieder eines fahrenden Gesellen“ (Songs of a Wayfarer) and „Oh Mensch, Gib Acht“ (Friedrich Nietsche - Zarathustra) sung by Daniel Schmutzhard and Angelika Kirchschlager.?The „lied lab“ is a creative laboratory where ditigal images and classical songs put a focus on each other.

Am 04. April 2011 visualisierte ich einen Liederabend mit Gesang und Klavier im Radiokulturhaus Wien. Angelika Kirschlager interpretierte die "Kindertotenlieder", "Oh Mensch gib Acht" und "Rückertlieder". Daniel Schmutzhard sang "Lieder eines fahrenden Gesellen" und "Frühe Lieder". Am Klavier begleitet wurde der Abend von Chrisopher Hinterhuber.
Die DVD zu diesem Abend erscheint im Herbst.

Im Rahmen vom Mahler Liedlab 2011 wurde ich von Departure eingeladen den Liederabend mit Angelika Kirschschlager und Daniel Schmutzhard visuell zu entwickeln.

Entstanden ist ein ca. 80minütiges liveVisual Programm welches dem musikalischen Gesamtprogramm inhaltlich, emotional und dramaturgisch entspricht und visuell erweitert. Ziel der künstlerischen Arbeit war es dem dargebotenen Liedgut visuell so entgegenzuarbeiten, dass sich die beiden Kunstformen in der Rezeption zu etwas neuem vereinen.

Mein Gustav Mahler Liederabend bestand aus "Oh Mensch gib Acht", den sogenannten "Frühen Lieder", den "Kindertotenliedern", dem Zyklus des "Fahrenden Gesellen" sowie "5 Lieder nach Rückert".Jedes dieser Programmelemente hat eine andere Anmutung und Grundstimmtung. Mir war es wichtig diese zu treffen und gleichzeitig dem ganzen Abend einen Rahmen zu geben.

Bei der Materialentwicklung habe ich meine Inspirationen intensiv aus Mahlers Leben und seinen Eindrücken geholt, viel über ihn, sein Leben und seine Musik gelesen, und so versucht seine Inspirationen in der Musik zu hören und seine Eindrücke zu visualisieren. Diese Auseinandersetzung hat mich auf eine filmische Reise in die Natur geschickt. Die Suche nach Elemente die in ihrer Abstraktion trotzdem noch die Anmutung von Sonnenstrahlen, von Wind und Wolken und Nebel, von Grünem und Erblühendem sowie Erstarrtem in sich tragen.

Die Kindertotenlieder transtportieren eine Trauer, so stark, dass sie erstarren läßt. Gefühle, deren Schwere jede Bewegung inehält. Die Frühen Lieder, die sich überschlagende Notenfreude findet in Morgentau und reflektierendem Lichtspiel Ausdruck. Der Liebeskummer des Fahrenden Gesellen hängt gedämpft zwichen kleinen hoffnungsvollen Ausblicken. Und dann die Rückertlieder deren Unterschiedlichkeit das Material neu fordert und durch die Rhytmik und Dramatik einen fast transzendentalen, energetischen Abschluß bilden.

Das „lied lab 2011: gustav mahler festival“ vereint als Kreativlabor, den Liedgesang auf höchstem Niveau mit der Kunst der Visualisierung. Durch die Zusammenführung von Musik und digitalem filmischen Bild werde neue Zugänge zu klassischer Musik erarbeitet. 2011 ist das „lied lab“ aus Anlass des 100. Todesjahrs Gustav Mahlers dem Vokalwerk dieses bedeutenden Komponisten gewidmet.